Nepalhilfe 2019/2020

Im Oktober 2019 war es wieder so weit, wir freuen uns auf unsere Freunde in Nepal und sind neugierig, wie es allen seit unserem letzten Besuch ergangen ist…

Wir, das sind meine Nichte Katja, Ärztin aus Sachsen Anhalt und ich…

Im Gepäck haben wir viele Spenden von unseren vielen, unermüdlichen Helfern und Sponsoren, Sachspenden wie Medikament, Kleidung und ganz, ganz viele herzliche Grüße und Wünsche. Auch diesmal war unser Gepäckumfang begrenzt. Helfen konnte uns Herr Frank Heinrich, Mitglied des Deutschen Bundestages, Theologe und Sozialpädagoge. Er ermöglichte uns durch die Nutzung seines Freigepäckes auf seiner letzten Asienreise vorab schon warme Kleidung, Winter-und Sportschuhe nach Nepal zu transportieren. In Kathmandu wurden diese Dinge von unserem unermüdlichen Freund und Helfer, Herrn Lakpa Dorje Sherpa in Empfang genommen und mit nach Kurima im Everest-Gebiet transportiert.

Vielen, vielen herzlichen Dank Ihnen Herr Frank Heinrich, für Ihre unkomplizierte und tolle Hilfe!

Wir sind dankbar, dass wir Sie kennenlernen durften und Sie uns die Möglichkeit gegeben haben, etwas mehr Sachspenden als gewohnt, nach Nepal transportieren zu können. 

Kurima ist auf normalen Wegen mit Fahrzeugen nicht zu erreichen, wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht und sind nach 8 Tagen erleichtert und sehr glücklich, mit allem Gepäck und ganz neugierig im Gebiet unterhalb des Everests, fernab jeglicher „Bergsteigertrassen“ und Straßenverbindungen angekommen. Wir wollten unsere Freunde dort überraschen, aber wir hätten es wissen müssen, das funktioniert auch in den entlegensten Regionen nicht…

…wir wurden schon von den Kindern und ihren Familien erwartet. Unser Besuch hatte sich doch schnell herumgesprochen…

Wir erschrecken, als wir uns die Klassenräume für dieansehen…es gab viel Regen übers Jahr, unter der Schule sammelt sich Wasser und die Fußböden brechen teilweise einfach in sich zusammen…wir beschließen gemeinsam mit dem Schulrat, dass die kleine Klassen in einen anderen Teil der Schule umziehen und der beschädigte Teil der Klassenräume bis zur Wiederherstellung nicht genutzt wird. Das werden umfangreichere Baumaßnahmen…Die neuen Räume für die kleinen Kinder erhalten einen freundlichen Anstrich, neue Möbel und bunte Bilder an den Wänden.

Unsere Zeit im Solukhumbu, so heißt die Region am Fuß des Everests, war für uns einmal mehr unvergessen. Eine so große Herzlichkeit und Offenheit macht uns immer wieder dankbar. Dankbar, dass wir immer offen und herzlich aufgenommen werden, dass wir lernen und teilhaben dürfen, an einem Leben, dass von so vielen Entbehrungen und Härte geprägt ist…

Unsere gemeinsame Zeit hat uns wieder so viele neue und unvergessliche Eindrücke hinterlassen und schon im Winter haben wir beschlossen, unser langjährig geplantes Vorhaben, die Haushalte Stück für Stück mit Öfen auszustatten, nun doch etwas schneller voranzutreiben und wir haben noch im November 2019 einem Ofenbauer in Kathmandu den Auftrag erteilt, die ersten 8 Stahlöfen zu fertigen. Im Februar 2020 war es soweit, die ersten Öfen konnten, nachdem sich der Schnee in diesem Jahr nicht so hartnäckig behauptet hat, auf die Reise gehen…mit schweren Jeeps durch unwegsames Gelände wurde Ofen für Ofen in die hohen Regionen gebracht. Streckenweise mussten die Teile auch wieder getragen werden.